Ungerechtes Steuersystem: Wir fordern eine Milliardärssteuer!

Wer nicht viel hat, muss mehr davon abgeben? Klingt ungerecht, ist ungerecht.

Unser Steuersystem sollte so aufgebaut sein, dass auch diejenigen, die besonders von der Infrastruktur dieses Landes von Bildung bis Verkehr profitieren, einen fairen Anteil an die Allgemeinheit zurückgeben. Ungerecht ist, dass diejenigen, die nicht viel haben, prozentual mehr abgeben müssen. Denn zur Zeit gilt auch: Wer viel hat, darf noch mehr behalten. Das geht nicht auf. Deshalb ist es richtig, dass wir über gerechtere Besteuerung diskutieren.

„Die ungleiche Verteilung von Vermögen in Deutschland wird durch das derzeitige Erbschafts- und Schenkungsteuerrecht effektiv nicht reduziert, sondern sogar teilweise noch verstärkt. Obwohl die Erbschaftsteuer von den vorgesehenen Steuersätzen progressiv ist, das heißt, hohe Vermögen eigentlich mehr besteuern soll als mittlere: Sehr hohe Vermögen (bei über 26 Millionen) können durch Ausnahmen oft sogar komplett steuerfrei vererbt werden, während mittlere Erbschaften verhältnismäßig stärker belastet werden.“ (Plan für mehr Steuergerechtigkeit, Grüne Bundestagsfraktion)

„Die aktuell diskutierte Milliardärssteuer ist ein moderater Vorschlag, um die extreme Vermögenskonzentration zumindest zu bremsen und substanzielle Ressourcen für die Bewältigung großer Gemeinschaftsaufgaben zu mobilisieren. […]
Viele Gegenargumente der Lobbyorgansationen Vermögender greifen zu kurz oder basieren auf überzogenen Befürchtungen. Richtig eingesetzt, könnte die Milliardärssteuer zu mehr Zukunftsinvestitionen und Unternehmertum beitragen.“ (Zeit für eine Miliardärssteuer? Die häufigsten Gegenargumente unter der Lupe, von Julia Jirmann und Christoph Trautvetter, boell.de)