
Seit Jahren engagiere ich mich für eine sozial gerechte und vielfältige Gesellschaft und für echten Klimaschutz. Mein Wahlkreis liegt in Leverkusen und Köln-Mülheim, im Herbst 2021 durfte ich über die Landesliste der Grünen zum ersten Mal in den Bundestag einziehen. Meinen Widereinzug im Februar 2025 sehe ich als Bestärkung meiner Arbeit und meines Einsatzes für eine gerechte und offene Gesellschaft. Ich bin ordentliches Mitglied und Obfrau im Bildungs- und Familienausschuss, Mitglied der Kinderkommission und stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss. Zusätzlich bin ich Sprecherin für Queerpolitik für meine Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag. Meine Vision einer feministischen Zukunft ist intersektional, queer und klimagerecht.
Kinder- und Familienpolitik: Generationengerecht und Solidarisch
In meiner Arbeit im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setze ich mich für eine Politik ein, die alle Menschen, unabhängig von Faktoren wie Alter, Herkunft oder Lebenssituation, mitnimmt. Es ist mir wichtig, Perspektiven zu vertreten, die in der politischen Diskussion oft zu kurz kommen. Gesellschaftliche Vielfalt ist eine Tatsache, und wir sollten sie nicht nur anerkennen, sondern aktiv mitgestalten. Für mich bedeutet das auch, gegen Angriffe auf marginalisierte Gruppen standhaft zu bleiben und Strukturen zu schaffen, die Teilhabe ermöglichen. Meine Schwerpunkte sind die Kinder- und Jugendpolitik, zivilgesellschaftliches Engagement und Freiwilligendienste.
Ich kämpfe für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendpolitik. Für mich bedeutet das die Stärkung von Kinder- und Jugendarbeit, Absicherung von Chancengleichheit und die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Besonders am Herzen liegt mir dabei, dass Politik mit Kindern und Jugendlichen gemacht wird und nicht über ihre Köpfe hinweg. In der Kinderkommission, in der ich als Abgeordnete der Grünen Bundestagsfraktion bin, setze ich mich für die Belange junger Menschen ein. Für mich ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche dort direkt gehört werden, denn sie sind die Expert*innen für ihr eigenes Leben. Meine Aufgabe ist es dann, diese Perspektiven aufzunehmen und in die parlamentarische Arbeit mit einzubringen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil einer solidarischen Gesellschaft ist zivilgesellschaftliches Engagement. Ich erlebe täglich, wie viele Menschen sich freiwillig engagieren: in sozialen Projekten, im Umweltschutz, in der Kultur oder im Sport. Engagementförderung ist Demokratieförderung. Denn wer sich einbringt, lernt Mitbestimmung und Mitgestaltung, genau das braucht unsere Demokratie jetzt. Deshalb setzte ich mich für den Abbau sozialer Barrieren bei Freiwilligendiensten und eine faire Vergütung ein. Denn Engagement sollte keine Frage des Geldbeutels sein.
Queerpolitik: Füreinander einstehen, gemeinsam das Leben feiern
Ich bin stolz darauf, trotz aller Anfeindungen, die ich seit meinem Einzug in den Bundestag erhalten habe, mit dem Selbstbestimmungsgesetz einen Meilenstein Grüner Politik maßgeblich mit verhandelt zu haben.
Aber mit der Sichtbarkeit kommt leider auch Feindseligkeit. Populistische Kampagnen gegen trans Personen laufen regelmäßig heiß in den sozialen Medien. Schlagzeilen machen neben immer mehr CSDs im Land leider auch Angriffe gegen diese. Dieser Queerfeindlichkeit stelle ich mich klar entgegen. Ich will in einer Welt leben, in der wir miteinander feiern und lachen können ohne Bitterkeit und Hass.
Mit dem Selbstbestimmungsgesetz ist es selbstverständlich nicht getan, denn es liegen noch viele weitere wichtige Projekte vor uns bis trans Personen wirklich gleichberechtigt sind: Dabei gehört es auch zu meiner Arbeit, sachlich gegen wiederkehrende Falschinformationen und populistische Forderungen vorzugehen. Darüber hinaus setze ich mich für eine Verbesserung bei der Elternschaftsanerkennung, einem Entschädigungsfonds für trans Personen, die Opfer von Zwangssterilisationen und Zwangsscheidungen wurden, sowie die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für trans Personen ein. Weitere wichtige Meilensteine in der Queerpolitik, an denen wir arbeiten, ist die Einführung eines neuen Abstammungsrechts, das lesbische Paare und Regenbogenfamilien nicht mehr benachteiligt. Außerdem ist uns eine Reform des Grundgesetzes, im Artikel 3 endlich ein Diskriminierungsverbot für queere Menschen aufzunehmen, besonders wichtig.
Dass es in meiner Heimatstadt Leverkusen mittlerweile einen eigenen CSD gibt und wir in Köln jährlich einen der größten CSDs der Welt feiern, lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.
Verkehrspolitik: Bessere Infrastruktur und Mobilität für alle
Für viele Menschen ist es keine Selbstverständlichkeit, vor die Tür treten zu können und die Freiheit zu haben, einfach von A nach B zu kommen. Für manche ist ein eigenes Auto zu teuer oder sie dürfen gar nicht fahren, denn in Deutschland besitzen ganze 13 Millionen Erwachsene keinen Führerschein. Mir ist es wichtig, eine Mobilitätspolitik zu machen, die alle Menschen und nicht nur Autofahrende in den Blick nimmt. Das 9-Euro-Ticket, an dessen Einführung ich als verantwortliche Abgeordnete gearbeitet habe, machte im Sommer 2022 ein bisher wenig diskutiertes Thema – Mobilitätsarmut – endlich sichtbar. Das Ticket ermöglichte damals vielen armutsbetroffenen Menschen zum ersten Mal, mobil zu sein. Ich habe mich in der Folge für ein dauerhaftes Angebot eingesetzt, das nun als Deutschlandticket bekannt ist. Wichtig war mir immer, dass ein solches Angebot nicht zu teuer sein darf. Insbesondere für das deutschlandweit gültige Semesterticket und eine Mitnahmeregelung für Kinder auf dem Ticket habe ich mich in der letzten Legislaturperiode stark gemacht.
Aber es braucht nicht nur ein attraktives Deutschlandticket, sondern auch ein gutes Angebot an Bussen und Bahnen. Das funktioniert nur mit einer soliden Infrastruktur. Als Grüne haben wir uns dafür stark gemacht, dass die über Jahrzehnte kaputt gesparte Bahn wieder fit gemacht wird. So konnten wir erreichen, dass wesentlich mehr Geld in die Schiene als in die Straße investiert wird. Bei Autobahnen sollte der Fokus auf der Sanierung bestehender Strecken liegen, statt weiter auszubauen. Monster-Ausbauprojekte wie die Erweiterung der A1 und A3 und des Autobahnkreuzes in Leverkusen halte ich für nicht mehr zeitgemäß.
Mit dem Straßenverkehrsgesetz und der neuen Straßenverkehrsordnung, welches letzte Legislaturperiode verabschiedet wurde, geben wir den Kommunen mehr Möglichkeiten an die Hand, vor Ort über neue Tempo-30-Zonen, Busspuren und Radwege zu entscheiden. Außerdem möchte ich mich weiter dafür einsetzen, klimaschädliche Subventionen wie das Dienstwagen-, Diesel- oder Kerosinprivileg, die jährlich mit Milliarden an Steuergeldern gefördert werden, abzuschmelzen und stattdessen davon umwelt- und sozialverträgliche Mobilität wie den ÖPNV zu fördern.
Klimapolitik: Wir müssen handeln, sozial gerecht!
Persönlich macht mir sehr zu schaffen, wie überwältigt wir manchmal im Angesicht der Klimakrise wirken. Wir müssen viel entschiedener, viel schneller vorgehen, denn die Auswirkungen der Klimakrise zeigen sich bereits jetzt deutlich. Meine Partei hat mit Maßnahmen wie dem Deutschlandticket in dieser Legislaturperiode gezeigt, dass Klimapolitik auch sozial verträglich umgesetzt werden kann, doch sie muss umgesetzt werden.
In unserer Regierungszeit haben wir Grüne den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangetrieben, den Kohleausstieg vorgezogen, uns für die Sanierung der maroden Bahn eingesetzt und dank dieser Kurswende sind in Deutschland die Einhaltung der Klimaziele 2030 endlich in Sichtweite. Hier werden wir nicht locker lassen, dass es weiter vorangeht.
Das ist wichtig, denn wir können den Kampf gegen die Klimakrise nicht in eine entfernte Zukunft verschieben, wenn sich jetzt bereits Hitze und extreme Kälte, Überschwemmungen und Dürre abwechseln. In Extremwettereignissen, die aufgrund der Klimakrise häufiger auftreten, verlieren Menschen ihr Leben. Deshalb: Klimaschutz bedeutet Menschenschutz!
